Vladyka Pilot – Schiffsmodellbau für den kleinen Geldbeutel!

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In Anbetracht explodierender Preise für Baukästen der High End Klasse und vierstellige Preise für Premium Fertigmodelle beschleicht einen der Verdacht das Modellbau ein Hobby für Leute mit dicker Brieftasche ist. Das dem nicht so sein muss beweist die tschechische Firma Vladyka mit einer ganzen Anzahl von günstigen Bausätzen im Größenbereich von 50cm bis 80cm.
Stellvertretend für die kleineren Baukästen dieses Anbieters habe ich mir die „Pilot“ von Vladyka auf den Basteltisch gestellt. Das Modell basiert mit verschiedenen anderen Modellen anscheinend auf dem gleichen tiefgezogenen 50cm Polystyrol Rumpf. Zusätzlich zur Variante als Lotsenboot ist sind noch ein Boot der Wasserschutzpolizei, eine Variante als SAR Einheit und ein Feuerlöschboot erhältlich.

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Im Baukasten enthalten sind die Tiefziehteile, ein Beutel mit Beschlagteilen aus Kunststoff, Aufkleber und Klarsichtmaterial für die Fenster, der tschechische(?) Bauplan nebst Wellenanlage und Ruder. Das Ganze zum Kampfpreis von 25,89 Euro, bestellt bei rc-profimodell.de. Mittlerweile ist der Baukasten einige Cent teurer, ich glaube das Angebot ist trotzdem noch gut. 🙂 Die Qualität der Tiefziehteile gefällt mir. Rumpf, Deck und Aufbau sind stabil und passen sehr gut zusammen, da kann man nicht meckern. Eine Übersetzung des Bauplans fehlt naturgemäß, ob in der in Deutschland erhältlichen Variante eine deutsche Übersetzung enthalten ist weiß ich nicht. Nötig ist sie jedenfalls nicht, anhand der Explosionszeichnung ist der Baukasten problemlos zusammensetzbar.

Der Modellständer

Wie üblich wurde zuerst der Ständer gebaut. Die dazu nötigen Teile liegen dem Baukasten als Tiefziehteile bei. Das ergibt keinen schönen Modellständer, zum Bau reicht es aber alle mal. Die Teile wurden mit dem Cutter ausgeschnitten, bzw. angeritzt und aus den Platten gebrochen. Geklebt wurde mit Revell Kunststoffkleber.

Der Rumpfausbau

Die Rumpfschale wurde mit den notwendigen Bohrungen für Ruderkoker und Wellenanlage versehen. Die dem Baukasten beiliegende Wellenanlage wurde bereits vorher für ein anderes Projekt zweckentfremdet, daher habe ich eine Kompaktwellenanlage für 400er Motoren und M4 Schrauben verbaut. Der Ruderkoker soll aus zwei Kunststoffteilen zusammengesetzt werden. Ich wette das funktioniert problemlos, Graupner läßt bei der Micro Magic auch die Kieltasche aus zwei Teilen zusammenkleben. Trotzdem habe ich an dieser Stelle auf eine Messingröhrchen zurückgegriffen. Als Servo kam ein Miniservor ES-05(???) von Conrad zum Einsatz. Alle Holz/Kunststoff und Metall/Kunststoff Verbindungen sind mit Uhu Acrylit ausgeführt worden. Für die Kunststoff/Kunststoff Verklebungen kam wieder Revell Kleber zum Einsatz.

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Der Mast

Der Mast der „Pilot“ wird aus mehreren Tiefziehteilen zusammengesetzt. Bei der Montage habe ich direkt Brawa-Litze für das Toplicht mit verbaut. Die restlichen Lampen am Mast werde ich nicht elektrifizieren. Das normale Fahrlicht aus Steuerbord/ Backbord/ Toplicht und Hecklaterne reicht mir.

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Das Schlauchboot

Auch das Schlauchboot wird aus Tiefziehteilen zusammengesetzt. Das Ganze ist eine reine Fleißarbeit und stellt keine großen Herausforderungen an den Erbauer. Ob ich das Boot verwende oder ganz etwas Anderes mit dem Platz mache weiß ich noch nicht.

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