Thundertiger Victoria – das Rigg

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Nachdem der Rumpf der Victoria so weit fertig ist habe ich mich um Rigg und Segel gekümmert. Das dem Baukasten beiliegende Alumaterial für Mast und Bäume habe ich nicht verwendet.

Statt dessen habe ich den Mast aus einem 6mm Kohlefaserrohr und die Bäume aus 5mm Kohlefaserrohr gebaut. Die Mastaufnahme an Deck ist das Originalteil aus dem Baukasten. Um den Mast an den Durchmesser des originalen Alumastes aus dem Baukasten anzupassen, wurden Rohrabschnitte der Durchmesser 10mm und 8mm inneinandergeklebt um das 6mm Rohr des Mastes aufzufüttern.

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Die Beschläge für den Großbaumbeschlag und den Niederholer habe ich aus 2mm Kohlefaserplatte gebaut.Diese wurden mit einem Abschnitt 8mm Kohlefaserrohr kombiniert und mit Epoxi am Mast verklebt.

Als Großbaumbeschlag kommt ein 2mm Kugelkopf zum Einsatz. Dieser kann einfach in das 6mm Kohlefaserrohr eingeschoben und verklebt werden. Der Baumniederholer ist ebenfalls mit einem 2mm Kugelkopf am Mast befestigt. In diesem ist ein einfaches Stück Stahldraht mit Epoxy verklebt. Am anderen Ende finden wir wieder einen 2mm Kugelkopf der mit einem von der Graupner Micro Magic stammenden Beschlag am Baum befestigt ist. Durch den metallenen Kugelkopf läßt sich der Beschlag nicht mehr wie  vorgesehen durch Klemmwirkung auf dem Baum fixieren, deswegen habe ich das Ganze mit zwei Stopperclips aus dem Drachenladen fixiert.

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Der Topbeschlag besteht aus 2mm Kohlefaserplatte die in ein 8mm Kohlefaserrohr eingelassen wurde. Das 8mm Rohr wurde anschließend über den Mast gestülpt und kann frei auf Diesem drehen. Natürlich ist die Reibung zwischen den beiden Teilen recht groß, das ist alles andere als ideal. Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist der Topbeschlag derzeit noch grob ausgeschnitten und muss noch endgültig in Form geschliffen werden.

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Die Segel habe ich aus Icarex P31 erstellt. Die Verstärkungen bestehen aus selbstklebendem Nummerntuch. Das ist keine ideale Wahl wie ich mittlerweile feststellen musste. Die Verklebung von Segelstoff und Verstärkungen bildet mit der Zeit Falten. Anscheinend verhalten sich die Materialien bei Temperaturschwankungen / Luftfeuchtigkeitsveränderungen unterschiedlich. Die Befestigungslöcher des Großsegels habe ich mit einer Lochzange gemacht und anschließend mit Nietenringen verstärkt.

Die Befestigung der Fock am Vorstag erfolgte mit Taschen aus Segelstoff. Diese sind mit 6mm doppelseitigem Klebeband am Segel befestigt. Das Klebeband stammt aus dem Bastelgeschäft und heißt einfach „Sticky Tape, extra strong“ Hersteller ist Rico. Ob das extra strong auch stimmt werde ich sehen.

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Die  Befestigung der Fock am Fockbaum sowie die Fiexierung sämtlicher Anschlagpunkte wurden wieder mit Stopperclips realisiert. Dadurch bleibt alles verschiebbar und ist leicht. Ob es hält wie gewünscht? Ich werde berichten.

Die Verbindung des Riggs mit dem Rumpf übernehmen im Baukasten Kunststoffteile die einfach auf den Rumpf geklebt werden sollen. Diese Teile habe ich nicht verwendet sondern 8x3mm Messingringschrauben aus dem Baumarkt für die Anschlagpunkte der Wanten und Stage genutzt. Mit ein wenig Klebstoff in den Rumpf gedreht sollten die Verschraubungen absolut wasserdicht sein hoffe ich.

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Die Befestigungspunkte am Mast bestehen aus Splinten aus dem Baumarkt. Leider nur verzinkte Exemplare, Messingsplinte waren im Baumarkt nicht zu bekommen und auf eine Bestellung warten wollte ich nicht. Verdammte Ungeduld… Die Haken sind dem Baukasten entnommen.

In diesem Bauzustand wiegt die Caipiranha jetzt 1943 Gramm. Ich scheine also Gewichts technisch trotz viel zu vieler Lackschichten und dem schweren Segelverstellservo ganz gut im Rennen zu liegen. Mit einem Vierer AAA Akkupack dürfte ich sogar unter dem Mindestgewicht der AMYA bleiben, mit einem AA Pack wahrscheinlich knapp darüber. Eigentlich auch egal, ich werde wahrscheinlich in näherer Zeit nicht in die USA umziehen und dort RC Segelregatten bestreiten.

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