Sera LED X-Change Tube

Die Basisausrede

LED Beleuchtung, einige Tage nach dem Rückschnitt

LED Beleuchtung, einige Tage nach dem Rückschnitt

Unter dem Deckmäntelchen des Stromsparens habe ich mir ein neues Spielzeug geleistet. Eines der 60cm Aquarien wird auf LED Beleuchtung umgerüstet. Ziel ist zum Einen eine möglichst kostengünstige Umsetzung ohne sich dabei mit nicht wasserdichten Frickellösungen die Bude abzufackeln und zum Anderen eine echte Stromersparnis. Also nicht der Austausch der originalen 15 Watt Röhre gegen ein leistungsstärkeres Leuchtmittel mit mehr Watt zur Erhöhung der Lichtstärke.

Schlussendlich ist meine Wahl auf die Sera LED- X-Change Tubes gefallen. Diese lassen sich ohne großen Aufwand direkt in die vorhandenen Standardabdeckungen einsetzen und sind, im Gegensatz zu den ansonsten erhältlichen Austausch LED Röhren, für die Anwendung in den doch recht feuchten Aquarienabdeckungen konzipiert.

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827er Röhrenbeleuchtung eines anderen Beckens

Für den ersten Test habe ich folgende Teile erstanden:

  • 388080 sera LED X-Change Tube neutral brilliant white 360
  • 388145 sera LED Adapter T8
  • 388142 sera LED Extension Cable (hätte ich bei meiner Schrankhöhe nicht gebraucht, das Kabel der Röhre reicht bei mir bis zum Fußboden)
  • 388150 sera LED Vorschaltgerät <20 Watt/1A

Die Röhre wird von Sera mit den Eckdaten 605 lm bei 7 W Leistungsaufnahme angegeben. Die 3850 Kelvin sollten in etwa zwischen einer 830er und einer 840er Röhre liegen. Nominell verliere ich beim Austausch der bisherigen 827er Röhre also ca. ein Drittel der Lumen, bei Einsparung von etwas über der Hälfte der verbrauchten Watt. Wie viele Lumen bei einer einer rundum strahlenden T8 Neonröhre mit Reflektor, die in einer geschlossenen Abdeckung weit jenseits der optimalen 25 Grad Celsius betrieben wird, im Vergleich mit der ausschließlich nach unten gerichteten LED Röhre wirklich im Wasser ankommen entzieht sich meines Wissens. Ob das Licht ausreicht werden die kommenden Wochen zeigen.

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LED-Beleuchtung, ein Bild später als das aller erste Bild des Beitrags. Aber das Bild wirkt viel heller

Und was bringt es?

Wenn ich die Verluste der jeweiligen Vorschaltgeräte / Starter unberücksichtigt lasse sollte ich bei 7 statt 15 Watt und einer Beleuchtungsdauer von 12 Stunden/Tag in einem Jahr also: 7 W x 12 h x 365 Tage / 1000 = 30,6 Kw/h verbrauchen statt 15 W x 12 h x 365 Tage / 1000 = 65,7 Kw/h. Wobei Osram die Röhre mit 19 Kw/h pro 1000 Stunden Leuchtdauer angibt, das wären dann 83,2 Kw/h im Jahr.

Bei einem Arbeitspreis von 28 Cent die Kilowattstunde spare ich in einem Jahr also 35,1 Kw/h x 28 Cent. Damit kommen wir auf die stolze Summe von 9,828 Euro die über die Beleuchtung eingespart wird. Bei einem Komplettpreis für die Umrüstung von 48,68 Euro wird sich die Investition also in nicht ganz fünf Jahren amortisieren. Oder, wenn ich die 19 Kw/h zugrunde lege spare ich 52,6 Kw/h im Jahr, also 14,73 Euro und damit nicht ganz drei Jahre bis zur Amortisation. Da ich meine Neonröhren erst austausche wenn sie defekt sind zieht das Argument der längeren Lebensdauer der LED Beleuchtung bei mir nur begrenzt. Da wünscht man sich doch fast eine Strompreiserhöhung… 😉

Sollte der Test allerdings positiv ausfallen könnte ich mir vorstellen das ebenfalls vorhandene 1 Meter Barschbecken mit derzeit 60 Watt Röhrenbeleuchtung plus altertümlicher Vorschaltgeräte ebenfalls auf die Sera LED X-Change Tube umzustellen. In diesem Fall sähe die jährliche Ersparnis schon ganz anders aus.

Der Umbau

Der Einbau der Komponenten gestaltet sich denkbar einfach.

  • Stecker der Abdeckung aus der Steckdose
  • Neonröhre entfernen
  • Adapter auf LED Röhre schieben und das Ganze in die Röhrenhalterung der Abdeckung einsetzen
  • Röhre und Vorschaltgerät per „Extension Cable“ (so much wow…) verbinden
  • Stecker des Vorschaltgerätes in die Steckdose
  • TADA! Licht!
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Licht und Schattenspiele

Wer auf Nummer sicher gehen will kann noch das original Stromkabel der Abdeckung entfernen oder mit einer „InDieSteckdoseSteckVerhinderVorrichtung“ versehen. Ich für meinen Fall habe das Kabel einfach aufgerollt und es hinter dem Becken verschwinden lassen.

Den ebenfalls erhältlichen Dimmer habe ich im Laden gelassen. Für den Test der Beleuchtung erscheint er mir unnötig und da er fast noch mal so teuer ist wie der Rest des Equipments hat mein kleiner Geizkragen zugeschlagen.

Hier noch ein Vergleichsbild mit Neonröhre. 63 Liter Becken (60x30x35cm) Ausstattung 827er T8 Röhre mit JBL Reflektor. Ab und zu Bio-CO2 und keine Düngung. Pflanzenwachstum gut, Algen keine. Die Pflanzen im Becken wurden vor dem Umbau stark zurück geschnitten, sonst hätte man kein Licht gesehen. 🙂 Dabei wurde auch ordentlich Javamoos entfernt, daher die Trübung im Wasser.

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Und hier das gleiche Bild nach dem Umbau auf die Sera LED X-Change Tube. Beide Bilder im Gegensatz zu allen anderen Bildern des Beitrags mit Blitz aufgenommen.

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An die Lichtfarbe werde ich mich gewöhnen müssen. Im Vergleich zur 827er sieht es schon sehr viel kälter aus. Der weiblichen Fraktion im Haushalt gefällt die neue Lichtfarbe jedenfalls besser als die Alte. Und die Lichtkringel sind auf jeden Fall schick. Die roten Guppys wirken natürlich nicht mehr so schamlos übertrieben farbig wie noch mit der 827er Röhre.

Wie sich das Becken im Hinblick auf Pflanzenwachstum und Algenbefall entwickelt werde ich in regelmäßigen Abständen berichten.

Sechs Monate später

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