Raddampfer Mississippi Lady – Custom Aufbau

Da die Survey immer noch Kopf über im Badezimmer vor sich hin trocknet wurde an der Mississippi Lady weitergemacht. Da mir die Aufbauten, so wie sie im Bauplan vorgesehen sind, nicht sooooo gut gefallen, habe ich die Deckhäuser ein wenig meinen Vorstellungen angepasst.

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Das untere Deckshaus wurde mit 4mm Pappelsperrholz rundherum verschlossen. In die Seitenwände und die Front wurden jeweils zwei Fensteröffnungen gesägt. Das Heck bleibt komplett geschlossen um Spritzwasser vom Heckrad draußen zu halten. Die Originale verfügten aus dem gleichen Grund über große Spritzwände am Heck. Die geplanten Ladeluken auf beiden Seiten des Deckhauses werde ich erst nach der Lackierung anbringen. Das erleichtert die farbliche Absetzung der Luken.

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Das obere Deckhaus wurde komplett neu gebaut. Anstatt des einzelnen Fahrstandes mit nach hinten verlängertem Dach (siehe Pläne aus dem letzten Beitrag) wurde ein komplettes zweites Deckhaus aus 3mm Sperrholz gebaut. In dieses Deckhaus ist ein erhöhter Fahrstand in den Originalabmessungen integriert. Die Dächer von Fahrstand und Deckhaus wurden dabei aus dem originalen 5mm Sperrholz-Dach des im Bauplan vorgesehenen Deckshaus erstellt. Die Dächer und Decks wurden anschließend mit Clou Holzbeize in Eiche gebeizt.

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Ich bin gespannt ob das Modell mit dem Mehrgewicht so weit über der Wasserlinie klar kommt. Wenn nicht werde ich mir wohl etwas einfallen lassen müssen… 🙂

Ebenfalls wurde mit dem Bau des Schaufelrades begonnen. Der Bauplan sieht hier eine sehr simple Konstruktion aus Holzscheiben und 5x10mm Kiefernleisten vor. Quasi Idiotensicher – also genau richtig für mich. Mehr Schaufeln aus die vorgesehenen acht wären zwar schöner, aber mehr Haltearme sind bei Verwendung der original Baumaterialien nicht auf den Scheiben unterzubringen. Also bleibe ich bei acht – wird auch fahren.

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Hier noch eine Aufnahme des originalen Antriebssatzes. Das Getriebe und die restlichen Zahnräder sehen aus wie die Modelcraft Teile die unter anderem bei Conrad verfügbar sind. Da das Motörchen nur für 4,5 Volt ausgelegt ist werde ich den Antrieb modifizieren um mit 7,2 Volt fahren zu können.

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In einem englischen Paddlewheeler Forum habe ich die Lösung für das Antriebsproblem gefunden: RC-Panzer Getriebe! Die Heng Long Getriebe für die 1/16 Panzer sind quasi perfekt für den Antrieb eines Schaufelraddampfers geeignet und für kleines Geld zu haben. Aus eigener Erfahrung mit einem 1/16 Panther kann ich sagen das die Antriebe ein bäriges Drehmoment aufweisen. Laut einem Versuch in diesem Forum liegen  bei sechs Volt exakt 🙂 286 Umdrehungen an der Antriebswelle an. Wie weit diese noch untersetzt werden können/müssen oder ob die Regelung über einen Drehzahlsteller reicht werde ich sehen. Ein Getriebesatz ist jedenfalls bestellt.

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